Der Geodatenlebenszyklus

Geodaten sind nie fertig. Ein Bestand, der heute stimmt, weicht mit jeder Baumaßnahme, jeder Sanierung und jeder Neuvermessung von der Wirklichkeit ab. Wer Infrastruktur verantwortet, führt deshalb einen laufenden Prozess. Wir nennen ihn den Geodatenlebenszyklus, und er läuft in Durchgängen.

Ein Durchgang ist ein vollständiger Lauf durch den Zyklus für einen festgelegten Umfang, von der Erfassung bis zur Entscheidung. Sein Wert entsteht im Vergleich mit dem Durchgang davor: Was hat sich verändert, wo, und seit wann. Diese Frage lässt sich nur beantworten, wenn der vorherige Stand vollständig erhalten geblieben ist.

Dieser Prozess gehört Ihnen. MovingLayers stattet ihn aus, richtet ihn gemeinsam mit Ihnen ein und hält ihn im Betrieb, damit Sie ihn sauber und nachvollziehbar führen können. Wo Sie eigene Werkzeuge haben, binden wir sie ein. Wo welche fehlen, liefern wir sie.

Wie der Zyklus läuft

1 · Erfassen → 2 · Prüfen und aufbereiten → 3 · Verstehen und entscheiden → zurück zu 1

Die Entscheidung am Ende legt fest, was im nächsten Durchgang erfasst wird. Beratung und Betrieb tragen alle drei Phasen.

1 · Erfassen

Erfassen hat zwei Formen, und die meisten Bestände brauchen beide.

Die Begehung ist zeitlich begrenzt und geplant: Ihre Leute fahren zu den Objekten und nehmen auf, was dort ist. MoversSurvey gibt ihnen dafür ein Werkzeug, das offline arbeitet, ohne GIS-Vorkenntnisse bedienbar ist und strukturierte Daten liefert statt Fotos und Zettel.

Der Datenstrom läuft ohne Besatzung und ohne geplantes Ende. Sensorik meldet Standort und Zustand auch dort, wo kein Mobilfunk hinreicht, mit VirtualShepherd auf Basis von LoRaWAN.

Beide Formen gehören zusammen, weil der Datenstrom häufig erst zeigt, dass eine Begehung nötig wird. Der Sensor meldet eine Abweichung, die Abweichung löst die Begehung aus, die Begehung erzeugt den belastbaren Datensatz. Bestandsdaten aus Ihren vorhandenen Systemen laufen durch dieselbe Phase.

2 · Prüfen und aufbereiten

Geprüft wird vor der Aufnahme. Was die Prüfung nicht besteht, geht nicht verloren: Es wird aufbewahrt, markiert und gemeldet. Es wird nur kein Bestandteil dessen, was Ihr Datenbestand über die Wirklichkeit aussagt.

Hier entsteht auch die Zeitschiene. Eine Korrektur überschreibt nichts, sie hängt eine neue Fassung an und löst die vorherige ab. Jeder Datensatz trägt zwei Zeitangaben: wann die Welt so war, und wann Sie es erfahren haben. Eine Begehung vom 12. Juni, die am 15. Juni synchronisiert wird, ist beides, und je nach Fragestellung braucht ein Bericht die eine oder die andere Angabe.

Diese Regeln richten wir mit Ihnen ein. Die laufende Pflege übernehmen wir auf Wunsch.

3 · Verstehen und entscheiden

Erfasste Daten sind noch keine Entscheidung. Kermit GeoAI erweitert Ihr bestehendes GIS um eine Auswertungsebene: räumliche Fragen in normaler Sprache, lokal betrieben, mit lückenloser Nachvollziehbarkeit von der Datenquelle über die angewandte Regel bis zum Ergebnis.

Die Entscheidung ist kein Endpunkt. Sie schließt den Kreis und startet den nächsten Durchgang.

Was der Prozess halten muss

Vier Regeln entscheiden darüber, ob ein Geodatenlebenszyklus nachvollziehbar bleibt. Wir bauen sie von Anfang an ein, weil sie sich nachträglich nur teuer herstellen lassen.

Nichts wird überschrieben. Jeder Stand bleibt rekonstruierbar. Wie weit zurück, wird vertraglich vereinbart, weil Löschpflichten und Aufbewahrungspflichten gegeneinander laufen und sich nicht pauschal auflösen lassen.

Geprüft, bevor es zählt. Kein Weg in die Daten führt an der Prüfung vorbei. Ein Importpfad, der sie überspringt, ist ein Fehler und keine Abkürzung.

Auch nach einem Modellwechsel lesbar. Ändert sich die Datenstruktur, halten wir die Umschlüsselung als eigenes, versioniertes Artefakt fest. Alte Aufzeichnungen bleiben dadurch lesbar, statt einmal umgerechnet und danach unerklärbar zu werden.

Ein Stand, kein zweiter Weg. Feldgerät, Webkarte und Desktop-GIS greifen auf dieselbe Quelle zu. Zwei Anwendungen können damit nicht unterschiedlicher Meinung über dasselbe Objekt sein. Offline-Arbeit ist die geplante Ausnahme, und das Gerät merkt sich, von welchem Stand es losgefahren ist.

Wo unser Team mitarbeitet

Werkzeuge halten Geodaten nicht von allein aktuell. Unser Team arbeitet in jeder Phase mit und übernimmt die Teile, für die bei Ihnen dauerhaft Kapazität fehlt.

Betrieb und Datenpflege sichert Phase 2 ab. Anforderungsmanagement und Migration begleitet den Übergang, wenn ein System abgelöst wird und die Historie mitkommen muss. Ausschreibung und Vergabebegleitung setzt vor dem ersten Durchgang an, bei der Frage, was überhaupt beschafft wird.

Wohin das führt

Unsere Lösungen wachsen auf ein gemeinsames Fundament zu, damit die vier Regeln oben nicht in jedem Projekt neu hergestellt werden müssen. An Ihrem GIS ändert das nichts: Kermit GeoAI erweitert es und ersetzt es nicht.

Sprechen wir darüber, wo Ihr Geodatenlebenszyklus heute hakt. Erstgespräch vereinbaren

Learn about real-world use cases. We show examples and functions for the practical application of Kermit GeoAI. We would be happy to show you how your use case can be implemented in a personal meeting.

An information block about the integration of Kermit into municipal specialized procedures can be found further down on the page.

Additional use cases from our case studies

Find out which specific use cases we have solved in our case studies.

Approval

Impact Analysis

Requirement

Examination of parcels for impact by power line routes (masts, lines).

Result

Automated impact assessment by Kermit with analysis and graphical evaluation.

Access Case Study Approvals

Spatial planning

Area Analysis

Requirement

Analysis of potential building land for a defined area by type (residential, commercial, mixed-use, etc.).

Result

Automated analysis and graphical representation in a distribution diagram by Kermit.

Case studies unlock spatial planning

Alignment

Cost estimate

Requirement

Calculation of expected estimated costs for alternative route alignments.

Result

Kermit supports with automated analysis, cost calculation, and graphical representation of the route through Kermit.

Case Studies to Explore Route Alignment

Further Use Cases in municipal specialized procedures of public authorities & municipalities

Kermit is particularly suitable for use in specialized procedures with strong spatial relevance, high inspection density, and many affected parties. With standardized processes and the automation of complex procedures, Kermit can make a variety of specialized procedures more efficient and relieve employees.

  • Plan Approval and Planning Permission Procedures

    Automated analysis of spatial impacts in infrastructure projects.

    Kermit helps authorities to quickly identify conflicts with protected areas, infrastructure, and ownership structures.

  • Line and route permits

    Efficient route inspection for energy, telecommunications, and utility infrastructure.

    Kermit automatically analyzes route alignments and identifies potential conflict areas along planned lines.

  • Construction and plant approval procedures

    Digital support for the approval of facilities and technical infrastructures.

    Kermit automatically assesses site factors such as land use, protected areas, and existing infrastructure.

  • Environmental and Nature Conservation Law Review Procedures

    Automated analysis of project areas with regard to environmental and nature conservation requirements.

    Kermit identifies conflicts with protected areas and sensitive environmental areas at an early stage.

  • Owner and Stakeholder Analyses

    Automatic identification of affected properties and owners.


    Kermit supports authorities in preparing procedures for participations and other hearings.

  • Infrastructure and Junction Tests

    Analysis of conflicts with existing infrastructure.

    Kermit automatically detects intersections with pipelines, traffic routes, or other networks.

  • Spatial planning and land-use reviews

    Quick review of the compatibility of projects with spatial planning requirements.

    Kermit analyzes project areas in the context of existing planning and zoning bases.

  • Permits for traffic and infrastructure projects

    Digital analysis of route alternatives and land use impacts.

    Kermit supports authorities in evaluating complex infrastructure projects.

  • Preliminary review of permit applications

    Quick initial assessment of incoming permit applications.

    Kermit automatically analyzes project areas and provides a sound basis for further processing.

Clarifying individual applications of Kermit GeoAI

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